Farbpaletten – für alle Fälle

Farbpaletten sind universell einsetzbar. Man kann sie als Mischvorlage oder Inspirationsquelle nutzen. Die hübschen Paletten sind aber auch hilfreich für unterwegs, wenn du z.B. etwas Passendes zu deiner Garderobe suchst, oder ein neues Kissen für deine Couch. In diesem Tutorial zeige ich dir, wie du eine harmonische Palette selber erstellen kannst. Am Ende des Artikels findest du auch Material- und Einkaufstipps.


Aquarellfarben eigenen sich am besten, um eine Farbpalette aufzubauen. Den Mischverhältnissen und Farbintensitäten sind hier keine Grenzen gesetzt. Außerdem haben Studienkästen praktische Näpfe zum Anmischen.

 

Farbpaletten

Suche dir einen bequemen Platz in deiner Wohnung mit gutem Licht (am besten Tageslicht). Versammle dein Material um dich, höre gute Musik und tauche ein.

 

Ich habe mir als Vorlage ein schönes Herbstmotiv aus einem Magazin gesucht, weil die Gelb- und Orangetöne so toll leuchten. Nun möchte ich diese Farbpalette für spätere Werke konservieren.

Zeichne dir mit Bleistift (ganz zart) kleine Quadrate oder Kreise auf deinem Aquarellblock vor. Beginne im ersten Napf mit der hellsten Nuance. In diesem Fall ein zartes, leuchtendes Gelb mit mehr Wasser als Farbe. Wenn du meinst deinen Farbton getroffen zu haben, fülle das erste Quadrat aus.

Tipp: Probiere deine Mischung vorher auf einem gesonderten Bogen Papier aus, und vergleiche mit deiner Vorlage.

Nun kannst Du mit dem Pinsel etwas Farbe aus dem ersten Napf in den zweiten ziehen. Dort fügst du ganz wenig von der nächsten Mischfarbe hinzu, um deinen gewünschten Farbton zu erhalten. Gib nach und nach Farbe hinzu, bis dir das Ergebnis perfekt erscheint.

 

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Du brauchst den Pinsel zwischendurch nicht auszuwaschen, aber ev. musst du etwas Wasser aufnehmen um die Intensität der Farbe zu korrigieren.

Für die dritte Nuance verwende ich wieder einen neuen Napf, da der Grundton nun schon kräftiger ist. Oberhalb der Näpfe kannst du nun mit den Farbtönen experimentieren um immer wieder neue Nuancen zu erzeugen.

Für das Mischen in den einzelnen Näpfen gilt: Nicht mehr als 3 Farben verwenden, sonst wird der Farbton stumpf und leblos!

 

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Baue deinem nächsten Farbton wieder auf den Resten des letzten Farbnapfs auf. So erhältst du nach und nach einen harmonischen Verlauf – in diesem Fall in Gelb und Orangetönen.

Und das war es auch schon.
Wenn ich nun ein Bild illustrieren will, habe ich schon eine schöne Harmonievorlage in der Schublade. Ich muss allerdings zugeben, dass das Shoppen mit Harmoniemustern auch sehr schön ist 🙂 Aktuell bin ich auf der Suche nach einer Haube zu meinem 4-färbigen Schaltuch.

 

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Kleine Farbmuster passen prima in die Handtasche.

 

MOTIVATION: Farben mischen ist eine Wissenschaft, also ärgere dich nicht, wenn du manche Töne nicht gleich hinbekommst. Probiere einfach aus, habe Spaß dabei und staune über die Vielzahl an Variationen die du aus 2-3 Farben erzeugen kannst. Von Pastell bis kräftig, von leuchtend bis matt.


Das brauchst du dafür:

Aquarellpapier: hier empfehlen sich z.B. die geleimten Blöcke von Hahnemühle, aber auch jedes andere lose Aquarellpapier. Achte immer darauf, dass das Blatt beim Malen am Untergrund straff fixiert ist, damit es sich nicht wölbt.

Aquarellfarben: Kleine Studien-Aquarellkästen mit Grundfarben gibt es ab ca. 10,-. Die Marke Schminke kann ich sehr empfehlen, ist allerdings etwas teurer.

Pinsel: Nur ein gepflegter Pinsel ist ein guter Pinsel. Achte also mehr auf die Reinigung als auf die Marke.

Als Vorlage kann ein Kürbis (mit seinen verschiedenen Orangetönen) genauso herhalten, wie dein Lieblingsfoto vom Sonnenaufgang am Meer oder dein Teppich, für den du schon lange passende Kissen suchst.

Unser lokaler Einkaufstipp für Baden: www.atelierbernaschek.at